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PSO Magazin

Das PSO Magazin erscheint alle zwei Monate und ist für Mitglieder kostenlos.

Auszug aus dem aktuellen Magazin

PSO Magazin 6/2011

Editorial

Arbeitslose bezahlen Medikamente

Arbeitslose müssen Medikamente und Krankenhausaufenthalte zum Teil selbst bezahlen. Sie sind von der Zuzahlungspflicht zur Gesetzlichen Krankenversicherung nicht befreit (BSG-Urteil B 1 KR 10/07 R). Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wegen chronischer Erkrankung, entschied das Bundessozialgericht (BSG) in einer Revision. Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung oblige der Gesetzlichen Krankenversicherung (BSG-Urteil B 14 AS 146/10 R).

"Knabberfische" gefährlich

Die Britische "Health Protection Agency" informiert, dass "Knabberfische" (Kangalfische) Krankheiten übertragen würden, wenn hygienische Bedingungen nicht eingehalten seien. Dies gelte auch für gefährliche Viren wie HIV oder Hepatitis C. Infektionen können durch die knabbernden Fische selbst oder durch verunreinigtes Wasser, das bereits für einen Kunden genutzt wurde, übertragen werden.

Quelle: News.at

Psoriasis: Fehlerhaft versorgt!

Wie das Centrum für Versorgungsforschung, Hamburg, in einer aktuellen versorgungsstudie festgestellt hat, werden die mittelschweren bis schweren Fälle der Psoriasis, das sind 10 bis 15 Prozent aller Schuppenflechte-Patienten, vielfach fehlversorgt. Ausgewertet wurden Datensätze von 34.000 Patienten mit Psoriasis einer großen deutschen Krankenkasse. Die meisten Behandlungen führten Hausärzte und Internisten durch. Die Behandlung mit innerlichem Kortison stellt bei diesen Medizinern die häufigste Behandlung überhaupt dar. Eine Behandlung mit systemischem Kortison entspricht aber nicht den wissenschaftlichen Standards der S3-Leitlinie Psoriasis vulgaris.

Quelle: Der Deutsche Dermatologe

Effektiv und ohne großen Aufwand: Ambulante Balneo-Phototherapie

Es ist eine Jahrhundert alte Erfahrung: Bestimmte klimatische Bedingungen
haben eine günstige Wirkung auf chronische Hauterkrankungen. Aufenthalte am Toten Meer, an der Nordsee oder im Hochgebirge sind nach wie vor sehr beliebte Urlaubsziele von Menschen mit Psoriasis. Kliniken in diesen Gegenden nutzen die therapeutische Wirkung der Kombination aus Baden und natürlicher UV-Strahlung des Sonnenlichts. Weitere Kliniken stellen diese Bedingungen künstlich her.
Mehr im PSO Magazin 6/11

Eine kurze Standortbestimmung: Balneo-Phototherapie zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Psoriasis

Wirksamkeit und Nutzen von Arzneimitteln

Systemische Therapie mit Fumarsäureestern:
Geschichtliche Entwicklung einer Therapie der Schuppenflechte

Die Therapie mit Fumarsäureestern bei der Psoriasis hat für die medizinische Wissenschaft einen einzigartigen Verlauf genommen. Von einer einzelnen Beobachtung ging eine zunächst nur von wenigen Ärzten unterstützte Welle von Anwendungen bei Psoriasis-Patienten aus, die sich mit Zubereitungen in Apotheken behandelten. Den Weg bis zur Zulassung und den heutigen Stand der in Deutschland und wenigen anderen Ländern zugelassenen Therapie beschreibt Prof. Dr. Ulrich Mrowietz, Kiel, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des DPBs.
Mehr im PSO Magazin 6/11

Wissenschaftliche Fortbildung "Psoriasis 2011"

Elektronische Gesundheitskarte

Selbsthilfekongress 2011: Der Stellenwert der Selbsthilfe im deutschen Gesundheitswesen

Reiki - Selbstheilungskräfte aktivieren
Hände hilfreich einsetzen!

Zwei Hände – das ist alles: Reiki aus Japan ist denkbar einfach. Der
Masseur legt die Hände auf den Körper und überträgt so Lebensenergie
auf andere oder auf sich selbst. Das führt nach Angaben
von Reiki-Praktizierenden zu Entspannung, aktiviert Selbstheilungskräfte
und stärkt die körperliche und geistige Lebenskraft.
Mehr im PSO Magazin 6/11

Zugelassene Vergleichstherapie:
DPB erwartet Expertise vom Wissenschaftlichen Beirat

Ohr für die Selbsthilfe

Der Deutsche Psoriasis Bund e. V. hatte Mitte Oktober erneut die Gelegenheit, mit dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Hubert Hüppe Positionen zu diskutieren, die sich aus der vom Behindertenbeauftragten durchgeführten Fachtagung „Probleme zwischen Arznei- und Heilmittelversorgung und ärztlichen Verordnungen“ im Juni 2011 ergeben hatten. Aus Sicht des DPBs war die offene und konstruktive Form des Gespräches höchst erfreulich. Es ist deutlich,
dass Gespräche mit dem Behindertenbeauftragten offensichtlich eher möglich
sind als mit anderen politischen Aktiven im Gesundheitswesen.

Auch wenn die DPB-Themen nicht nur behindertenspezifisch sind, so gelten sie selbstverständlich für behinderte Menschen in Deutschland  gleichermaßen. Angesprochen wurden die diffusen und für Patienten nicht nachvollziehbaren Vorgaben bezüglich des Austausches von Medikamenten,
wenn der Vertragsarzt das „Aut-Idem-Kreuz“ nicht setzt. Eigentlich sollten der Arzt und/oder der Apotheker darüber aufklären, wenn innerhalb der
Wirkstoffgruppe ein anderes Medikament vom Apotheker ausgegeben
wird. Dies kann der Arzt nicht. Er weiß bei der Verordnung nicht, womit der Apotheker austauscht. Die Aufklärung in der Apotheke unterbleibt
häufi g. Die Beipackzettel sind keine Hilfe, das Dilemma zu lösen.

Breiten Raum nahm die unfaire Situation bezüglich der Patientenbeteiligung
grundsätzlich, und im Besonderen im Gemeinsamen Bundesausschuss
(G-BA) ein. DPB-Vorstandsmitglied Joachim Koza wies auf die unterschiedlichen Strukturen hin. „Die anderen Bänke können auf ein Heer von Spezialisten zu Detailfragen zurückgreifen, während der Patientenvertreter – immer ehrenamtlich tätig – lediglich die Unterstützung von zwei Mitarbeitern im G-BA nutzen könnte“, beschrieb Koza die Situation. Es fehle der gesamte strukturelle Unterbau, der sich bis in Selbsthilfeorganisationen erstrecken müsste. Dieses Thema lenkte über zur Selbsthilfeförderung.

DPB-Geschäftsführer Hans-Detlev Kunz wies daraufhin, dass die Gesetzliche
Krankenversicherung im Jahr 2010 ungefähr 176 Milliarden für Leistungen
ausgibt, davon lediglich 50 Millionen für die Selbsthilfe bundesweit über alle
Strukturen insgesamt. Dies wäre doch ein eklatantes Missverhältnis, wenn die gesundheitliche, organisierte Selbsthilfe als gesellschaftlich relevante Gruppe angesehen werde und auch im G-BA mit beraten soll. Dies entlockte dem Behindertenbeauftragten Hüppe die spontane Reaktion. „Da haben Sie eigentlich Recht, Herr Kunz!“. Er ließ mehrmals aus guter persönlicher
Kenntnis und Betroffenheit heraus deutlich Sympathien für einzelne, weitere
Standpunkte des DPBs erkennen. Er begrüßte auch einen gelegentlichen, weiteren Austausch mit dem DPB.

Politik spielt Demokratie

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Weitere Themen im PSO Magazin 6/11

  • Medikamente sicher einnehmen!
  • Schwere bestimmt finanzielle Belastung
  • Was Ärzte wählen: Woran orientieren sich Mediziner?
  • Mitglieder fragen - Experten antworten
  • Aus den Regionen
  • Lesetipps
  • Kochtipp
  • Termine
  • PSOWAS?!

Hinweis:

Die medizinischen Hinweise auf den Seiten des DPBs unterliegen der Überprüfung durch Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates. Damit ist sicher gestellt, dass die medizinischen Aussagen dem derzeitigen medizinisch-wissenschaftlichen Sachverstand entsprechen, so lange es sich um Leitlinien gestützte Therapieverfahren der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft handelt.

Deutscher
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