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Erscheinungsformen

Das typische Erscheinungsbild

Die Schuppenflechte ist eine Erkrankung mit einem sehr vielgestaltigen Erscheinungsbild, welches sich nicht immer nur an der Haut zeigt. Die Psoriasis vulgaris (vulgaris = "gewöhnlich, gemein"), auch Plaque-Psoriasis genannt, ist mit über 90 Prozent die häufigste Form.

Charakteristische Hauterscheinungen 

Die typischen Hautveränderungen der Psoriasis vulgaris sind so genannte Plaques: scharf begrenzte, über das Hautniveau erhabene rötliche Herde, die mit silbrig-glänzenden Schuppen bedeckt sind (siehe Abb. 1). Diese Herde können prinzipiell überall auftreten. Größe, Form, Ausdehnung und Sitz der Plaques fallen individuell sehr unterschiedlich aus und weisen häufig verschiedene Entwicklungsstufen auf. Dies kann dem Arzt die Diagnosestellung erschweren.

Bei plötzlichem Auftreten entstehen zu Beginn meist punktförmige, rundliche Herde, die sich über ihren Rand hinweg ausbreiten. Diese Form der Schuppenflechte ist unter dem Begriff Psoriasis guttata (tropfenförmige Psoriasis) bekannt. Sie wird häufig durch Infekte ausgelöst.

Die Herde bei der Psoriasis guttata können - auch ohne Behandlung - spontan wieder abheilen. Oftmals können vorübergehende Veränderungen, wie eine übermäßige oder abgeschwächte Pigmentierung, zurückbleiben.

Mit typischen Hauterscheinungen rufen üblicherweise keine Schmerzen hervor, können aber stark jucken. Etwa 60 Prozent der Patienten leiden unter Juckreiz, ca. 15 Prozent sogar unter ausgeprägtem Juckreiz. Dieser tritt häufiger an der Kopfhaut und an Hautfalten auf sowie - als vorübergehendes Symptom - im Laufe der Behandlung eines Schubes. Das körperliche Allgemeinbefinden ist bei den typischen Hautveränderungen meistens nicht beeinträchtigt. Bei einer Psoriasis mit zusätzlicher Gelenkentzündung kann das Allgemeinbefinden deutlich beeinträchtigt sein. 

Für viele Patienten ist die Erkrankung in erster Linie psychisch sehr belastend, vor allem wenn Haut- und Nagelveränderungen, etwa am Kopf oder an den Händen für andere Menschen gut sichtbar sind. Gefühle wie Scham und Depressionen sind oft die Folge. Der Versuch, seine Hautkrankheit zu verstecken, führt oft zu Rückzug, Selbstisolation und Vermeidungshaltung bestimmter sozialer Situationen. Probleme im Alltag mit anderen, meist nicht aufgeklärten Menschen, belasten oft sehr. Das kann zur Einschränkung der Lebensqualität führen, selbst wenn die Hautveränderungen medizinisch gesehen gar nicht so stark ausgeprägt sind. Einen Weg zu finden, wie auf die Blicke und Bemerkungen umgegangen werden kann, und wie man sein Selbstbewusstsein stärkt, ist ein wichtiges Ziel im Ungang mit der Krankheit.  

Die Medizin unterscheidet verschiedene Ausprägungen der Psoriasis. Zum Beispiel:

a) Psoriasis geographica

Großflächig zusammengewachsene Schuppenflechteherde, häufig in Umrissen ähnlich einer plastischen Landkarte.

b) Psoriasis palmaris et plantaris

Schuppenflechteherde auf der Innenseite der Hand (Handteller) und auf den Fußsohlen.

c) Psoriasis punctata

Schuppenflechteherde in einer Ausdehnung in Größe von Streichholzköpfen überwiegend verteilt am Rumpf.

d) Psoriasis pustulosa

Schuppenflechteherde mit eitrigen Pusteln.

e) Psoriasis vulgaris

Großflächige Schuppenflechteherde mit deutlicher silbriger Schuppenbildung mit schmalem roten Randsaum.

Sonderformen

Es können auch nur einzelne Areale, Achselhöhlen, Nabel, Leisten- und Analgegend, Geschlechtsorgane, Kopf oder Nägel oder auch die gesamte Hautoberfläche (Erythrodermie) erkrankt sein. Eine Psoriasis in intertriginösen Räumen (z.B. Analfalte, Bauchnabel) wird häufig mit einer Pilzerkrankung verwechselt. Gleiches gilt auch für Nagelpsoriasis sowie für isolierte Erscheinungen auf Handtellern und auf Fußsohlen.

Bei rund 20 Prozent der Psoriasis-Patienten erkranken auch die Gelenke (Psoriasis-Arthritis). Diese Erscheinungsform zeigt sich durch die Beeinträchtigung der Bewegung, oft verbunden mit Gelenkschmerz. Dabei ist die Diagnose besonders schwierig, wenn die Gelenke ohne begleitende Hauterscheinungen erkranken.

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